Väter-Réunion 2006

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Väter in Bewegung – so liesse sich die gestrige Veranstaltung in Olten umschreiben.
30 Delegierte von 12 Organisationen trafen sich gestern zum zweiten nationalen Kongress der Väterorganisationen für getrennte und geschiedene Väter. 
Diese 30 Delegierten vertreten rund 2500 Männer aus der ganzen Schweiz.

Bei einer Scheidungsquote von bald 50% ist es eine traurige Tatsache, dass immer mehr Kinder ihre Väter und Väter ihre Kinder verlieren,. Leider kommt es auch immer häufiger zu Fällen, in welchen dieses Verlieren durchaus bittere Realität wird, dann nämlich wenn die obhutsberechtigten Elternteile (meist die Mutter) den Kontakt zum anderen Elternteil (meist der Vater) unterbinden oder behindern.

Um die Folgen solcher Situationen sowohl für die Kinder als auch für die Väter zu mildern und um auf der politischen Bühne entschieden für eine Verbesserung dieser Situation zu kämpfen, sind in den letzten Jahren verschiedene Organisationen in der ganzen Schweiz entstanden.

Vertreter der wichtigsten Organisationen trafen sich nun gestern zu gemeinsamen Gesprächen.
Dabei liessen sie sich durch Rechtsanwalt Dr. Jost Schumacher über den aktuellen Stand des Postulates zum gemeinsamen Sorgerecht (eingereicht durch Nationalrat Reto Wehrli) informieren. Dieses Postulat ist für die Väterorganisationen von grosser Bedeutung, seine Entwicklung wird daher mit Interesse verfolgt. Oliver Hunziker vom Verein, „Verantwortungsvoll erziehende Väter und Mütter VeV“ meint dazu: „Das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall ist eine entscheidende Änderung die wir sehr befürworten. Sie gibt den Kindern eine höhere Gewähr auf Kontakt zu beiden Elternteilen, auch nach Trennung und Scheidung."

In einem zweiten Teil kamen mit Markus Theunert und Paul Gemperle Vertreter der noch jungen Organisation männer.ch zu Worte. Sie konnten den anwesenden Delegierten ihre Ziele und Konzepte vorstellen.

Im dritten Teil diskutierten die Delegierten über eine gemeinsame Position zu männer.ch sowie über weitere, wesentliche Themen. Insbesondere wurden auch mögliche Aktionen und Veranstaltungen im Jahr 2007 erörtert.

In einem abschliessenden Communiqué fordern die beteiligten Organisationen, „der Idee vom gemeinsamen Sorgerecht  müsse weiterhin Gehör verschafft werden, durch geeignete Aktionen und Informationen in der Öffentlichkeit. Der Gedanke, dass Kinder beide Eltern brauchen, soll,  in geeigneter Form im Gesetz verankert werden.“

Dazu nochmals Oliver Hunziker vom VeV: „Diese Aufforderung geht an alle Politiker und Politikerinnen von links bis rechts, denn unsere Kinder gehen uns Alle an, ihnen ist die politische Richtung noch herzlich egal!“